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Saisonale Sonderausstellungen auf Schloss Neuenburg



17.11.2009 - 21.03.2010 - Winterzauber


Bräuche in der kalten Jahreszeit

Von Glücksbringern aus Marzipan bis zum Stickmustertuch

Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, was "Eisbein" mit Wintersport zu tun hat, warum wir eigentlich Karneval feiern, was man in einer Licht- oder Kunkelstube machte oder wieso zum Tanz eine Damenspende gereicht wurde, sollten Sie die Sonderausstellung "Winterzauber" im Tonnengewölbe des Fürstenbaus von Schloss Neuenburg besuchen. Sie widmet sich den für die kalte Jahreszeit typischen Bräuchen und Beschäftigungen.

Im Winter, wenn die Tage kürzer werden und es draußen kalt ist, zog man sich in die warmen Häuser zurück. Nun fand man Zeit, am gemütlichen Kachelofen sitzend der Großmutter zu lauschen, die Märchen und Geschichten vorlas. Die zauberhaften Winterlandschaften luden zum Skilaufen, Rodeln und Schlittschuhfahren ein. Da die Feldarbeit im Winter ruhte, nutzte man nun die Zeit für Heim- und Handarbeiten. In den Lichtstuben wurde gemeinsam gesponnen, gesungen, aber auch ordentlich gefeiert. Fleißig stickten, strickten und nähten die jungen Mädchen für ihre Aussteuer.

Im Advent begannen die Vorbereitungen auf das bevorstehende Weihnachtsfest - es wurde gewerkelt und gebastelt. In der Küche roch es nach Plätzchen, Lebkuchen und Stollen. Übrigens zählt der Stollen zu den ältesten Backwaren, die eigens für die Weihnachtszeit hergestellt wurden. Schon im 14. Jahrhundert erteilte der Bischof von Naumburg seinen Bäckern für deren Herstellung ein Zunftprivileg.

Neben der Weihnachtsbäckerei finden auch Aberglaube und Magie Erwähnung, mit denen das Essen und Trinken in der kalten Jahreszeit verbunden war. Wer kennt nicht den Brauch, eine silberne Schuppe des Silvesterkarpfens im Portemonnaie aufzubewahren oder Glücksbringer aus Marzipan in Form von Schweinchen, Schornsteinfegern und Hufeisen zu verschenken.

Etwas Licht und Frohsinn brachten neben dem Weihnachtsfest in die sonst eher triste Jahreszeit rauschende Bälle und der Karneval. In der Ausstellung ist zu erfahren, dass das närrische Treiben einen ernsten, religiösen Hintergrund hatte.

Ergänzt werden diese Informationen durch zahlreiche interessante Exponate. Da finden sich unter anderem kunstvoll gearbeitete Schlittschuhe aus dem 19. Jahrhundert und Winterkleidung wie ein Pelzmuff aus der Zeit um 1900. Auch historische Backmodeln für Lebkuchen sowie Handarbeitsgeräte, darunter ein Spinnrad, sind zu sehen. Ein Stickmustertuch zeugt von Fleiß und Fingerfertigkeit junger Damen des 19. Jahrhunderts. Repräsentative Utensilien für die Ballnacht, aber auch ein Faschingskostüm aus der Zeit um 1930 dokumentieren das gesellige Vergnügen in der Winterzeit.



12.12.2009 - 18.04.2010 - Sonderschau im Weinmuseum

Stimmungsvolle Weinbergslandschaften

Fotos von Dieter Bornschein



27.04.2010 - 25.07.2010 - Sonderschau im Weinmuseum


Die Liebe und der Wein

Kleine Sonderschau im Weinmuseum von Sachsen-Anhalt mit Grafiken aus der Sammlung von Prof. Dr. K.-D. Gussek

Prof. Dr. Karl-Diether Gussek ist nicht nur ein ausgewiesener Weinexperte und Buchautor, auch das Sammeln kunstvoller Dinge rund um das Thema Wein gehört zu den Leidenschaften des Weinkenners.



18.09.2010 - UhrZeit

Im Herbst 2010 steht ein besonderes Ereignis an: Am 18.September 2010 wird eine neue Dauerausstellung eröffnet.

Schon im Jahr 2002 übereigneten private Stifter, die Familie Hüttel von Heidenfeld und Partner, dem Museum eine wertvolle Sammlung historischer Taschenuhren.

Deren Präsentation erfolgt ab September unter dem Titel „UhrZeit“.



27.03.2010 - 31.10.2010 - 75 Jahre Museen im Schloss Neuenburg


Otto Krauschwitz, Direktor von 1934 bis 1938

75 Jahre Museumsgeschichte(n)

Dokumentation im Bergfried "Dicker Wilhelm"

Fünfundsiebzig Jahre ist es her, dass in den Mauern des Schlosses Neuenburg auf Initiative des Freyburgers Otto Krauschwitz erstmals ein Museum eingerichtet wurde. Die zum Teil exotisch anmutenden Expositionen, wie z. B. eine Südsee-Sammlung, lagen in der Berufstätigkeit des Museumsgründers als Vermessungsoffizier bei der Kaiserlichen Marine begründet.

Die Entwicklung des Neuenburger Museums verlief jedoch keineswegs ungebrochen und so muss man eigentlich von drei Museen sprechen. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges existierte das erste Museum nicht mehr, große Teile der Sammlungen waren geplündert oder zerstört.

1951 eröffnete dann das zweite, kultur- und naturhistorische Museum. Dessen erfolgreiche Entwicklung wurde 1971 jäh unterbrochen. Aufgrund von Bauschäden erfolgte die Schließung. Ergebnis dieses bis 1989 andauernden Zustands waren Verwahrlosung und Verfall. Nur dem beherzten Eingreifen einer Freyburger Bürgerinitiative ist die Rettung der Anlage zu verdanken.

Im Ergebnis jahrelanger Arbeit präsentiert sich seitdem nun das dritte Museum mit einem breiten Ausstellungsangebot. Kernstücke sind dabei die Ausstellungen "Burg und Herrschaft" sowie das Weinmuseum von Sachsen-Anhalt "Zwischen Fest und Alltag - Weinkultur in der Mitte Deutschlands". Ein beliebter Ort für die jüngsten Besucher ist die "Kinderkemenate".

 

Im Jubiläumsjahr beleuchtet diese Sonderausstellung im Bergfried "Dicker Wilhelm" die unterschiedlichsten Aspekte und Facetten der "Neuenburg-Museen".



21.05.2010 - 21.11.2010 - Schmuckstücke

Sonderausstellung im Tonnengewölbe des Fürstenbaus

SCHMUCKSTÜCKE für Jedermann

aus dem Museumsfundus



31.07.2010 - 30.01.2011 - Sonderschau im Weinmuseum

Weinfassgeschichten

Postkarten, Grafiken und anderes



21.04.2011 - 30.10.2011 - Fremde Götter - Fremde Mythen

Neueste Erkenntnisse zum Haingott der Neuenburg

Sonderausstellung im Bergfried "Dicker Wilhelm"



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Letzte Aktualisierung am 28.01.2010