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Unser Verein im Spiegel der Presse



Remisentreffs außer Haus

Der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg stellt Programm für 2012 vor

Eine Neuerung für das kommende Jahr kündigt der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg an. Die vom Verein veranstaltete Vortragsreihe "Remisentreff" soll künftig größtenteils außerhalb der Burg, an wechselnden Standorten stattfinden. Begonnen wird damit im April. Dann trifft man sich in der Freyburger Gaststätte "Zur Neuenburg". Referent ist am 24. April der Meißener Dombaumeister Günther Donath. Er widmet sich in seinem Vortrag dem Thema "Steinmetzzeichen und Werk-Risse - Spuren mittelalterlicher Bauplanungen und -prozesse an den Chorbauten von Naumburg, Schulpforte und Meißen". Diese Veranstaltung ist offen für interessierte Gäste.

Zudem wird auf die jährlich einmal stattfindende Mitgliederversammlung des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg hingewiesen, die für den 31. März angekündigt wird. Im Anschluss daran wird zur Eröffnung einer Sonderausstellung ins Museum von Schloss Neuenburg eingeladen. Unter der Überschrift "Immer schön in Form bleiben" soll ein Ausflug in die Welt der Trink- und Schenkgefäße geboten werden. Seltsames aus dem Fundus des Archivs von Museum Schloss Neuenburg wird in einer weiteren Sonderausstellung präsentiert. Sie soll am 14. Mai eröffnet werden und bis zum November zu sehen sein.

Verwiesen wird zudem im Veranstaltungsplan auf die Internationalen Tage der mittelalterlichen Musik, die vom 15. bis 17. Juni bereits zum 22. Mal durchgeführt werden. Dazu werden wieder zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und eine internationale Musikerschar erwartet.

Helga Heilig in „Naumburger Tageblatt“ vom 30.12.2011



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Mit Seilbahn zum Schloss?


Vereinsvorsitzender René Matthes (links) übergibt Freyburgs Bürgermeister Udo Mänicke die Studie

Neuenburg-Verein stellt eine neue Studie zur besseren Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeit vor. Sicherheit, Service und Verknüpfung mit Stadt sind Ziele.

19. Juni 2020. Das Musikfestival „montalbâne“ feiert sein 30-jähriges Bestehen. Die Gäste fahren mit der neuen Seilbahn gen Neuenburg. Diese Vorstellung ist zwar eine Utopie, aber zugleich auch Teil einer neuen Studie. Diese gab der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg dank einer Spende in Auftrag, um Möglichkeiten für die bessere Erreichbarkeit von Schloss und Museum zu prüfen. „Uns sind seit Jahren die Probleme mit der Wegführung zwischen Parkplatz und Burg bekannt, die zu schmal und zudem von Passanten und Fahrzeugen gleichzeitig genutzt wird. Da herrscht ein Gefahrenpotenzial“, sagte Vereinsvorsitzender René Matthes.

Carsten Steinberg vom gleichnamigen Naumburger Ingenieurbüro stellte während der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Freyburg seine Pläne vor, die mit einem Potsdamer Landschaftsarchitekten entworfen wurden. Die Vorschläge gehen dabei über die Pläne für diese Zufahrtsstraße zur Neuenburg, die mit einem Fußweg, Wartetaschen, Bänken und Informationsschilder gestaltet werden könnte, weit hinaus. Ebenfalls untersucht wurden die Anbindung an die Stadt sowie der Burg-Vorplatz. Ein Ausbau der Schlossstraße sowie eine attraktive Gestaltung des Vorplatzes mit Wendeschleife für Busse, Sitzmauer, Stauden und Bäumen finden sich ebenfalls in diesem Konzept, das neben Sicherheit und Service die bessere Verknüpfung von Stadt und Burg zum Ziel hat. Touristisch gesehen habe Freyburg einen Strauß voller Dinge, soll die Studie einen Prozess in Gang bringen, bemerkte Steinberg: „Die große Herausforderung liegt nun darin, alles miteinander zu vereinbaren.“ Und nicht nur das. Schätzungsweise 746 000 Euro würde die Umsetzung aller baulichen Vorschläge kosten. Darin nicht enthalten: jene Seilbahn, die 500 000 Euro an Investitionen benötigt und neben den Ideen für eine Touristen- und eine Einschienenbahn das i-Tüpfelchen des Konzeptes bildet. „Die Bahnen sind Spielwiesen für private Investoren“, so Steinberg.

Seitens der Gemeinderäte gab es nach der Vorstellung der Studie keine Kommentare. Freyburgs Bürgermeister Udo Mänicke bemerkte indes auf Anfrage von Tageblatt/ MZ mit Blick auf eine mögliche Umsetzung: „Das sind Pläne für die nächsten Jahre, die man etappenweise umsetzen könnte, aber nur, wenn eine abschließende Lösung gefunden wird mit allen Beteiligten im Boot.“

Constanze Matthes in "Naumburger Tageblatt" vom 05.05.2011



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Neuenburgverein blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück


Mitgliederversammlung 2011 im Festsaal von Schloss Neuenburg

Mitgliederversammlung auf Schloss Neuenburg gut besucht

Der Förderverein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg führte am 26. März 2011 seine Mitgliederversammlung im Festsaal auf Schloss Neuenburg durch. Zahlreiche Vereinsmitglieder waren der Einladung des Vorstandes gefolgt. Es konnten auch Gäste und Freunde des Vereins begrüßt werden. Andreas Ebert führte als stellvertretender Vereinsvorsitzender durch die Versammlung, die sich eine umfangreiche Tagesordnung gegeben hatte. Vereinsvorsitzender René Matthes berichtete über das Geschäftsjahr 2010.

 

2010 – ein Jahr der Jubiläen

Der Verein konnte 2010 sein 20jähriges Bestehen feiern und gestaltete sein alljährliches Vereinsfest ganz unter diesem Motto aus. Ebenso fand das Musikfestival montalbane in Regie des Neuenburgvereins und in Zusammenarbeit mit dem Verein Schloss Goseck e.V. zum zwanzigsten Mal statt. Die Museen auf Schloss Neuenburg wurden 75 Jahre alt und die neue Ausstellung „Wunder Werk Taschenuhren“ konnte eröffnet werden. Dafür hatte der Neuenburgverein erhebliche finanzielle Mittel bereit gestellt.

 

2010 – Jahr der Veränderungen

Durch personellen Wechsel machte sich eine Neuorganisation des Geschäftsbetriebes „Museumsladen“ und „Ferienwohnungen Jägerhaus“ erforderlich. Diese wirkte sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit dieser Bereiche aus, so dass der Verein 2010 das Museum mit einem finanziellen Zuschuss unterstützen konnte. Nach der Neuwahl des Vorstandes im März 2010 und Verabschiedung des langjährigen Vereinsvorsitzenden Dr. Manfred Fachmann, kam es auch im Vorstand zu personellen Änderungen. Neuer Vereinsvorsitzender wurde René Matthes. Beate Hellwig und Holger Volk wurden neue Vorstandsmitglieder. Zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Festivals montalbane wurde ein neuer Verein montalbane e.V. gegründet. Der Neuenburgverein ist Gründungsmitglied und wird auch in der neuen Organisationsstruktur das Festival aktiv unterstützen.

 

2010 – Jahr der Veranstaltungen

Der Verein führte 2010 seine bewährten und etablierten Remisentreffs durch, bei denen einmal im Monat Vorträge zu verschiedenen regionalen oder zeitgeschichtlichen Themen angeboten wurden. Es fand das bereits erwähnte Vereinsfest statt und die Vereinsfahrt ging 2010 zu Burgen, Schlössern und Herrenhäusern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Der Verein unterstützte das Pfingst-Ritterturnier und lud zum Tag der heiligen Elisabeth das Kinderheim „Ludwig Renn“ aus Naumburg auf die Neuenburg ein.

2010 ließ der Vorstand des Vereins eine Studie „Erarbeitung von Lösungsvarianten für die Erreichbarkeit von Schloss Neuenburg für Gäste und Anwohner“ vom Ingenieurbüro Steinberg aus Naumburg erarbeiten. Diese stellte das Büro auf der Mitgliederversammlung vor. Der Vorstand wird diese Studie dem Bürgermeister der Stadt Freyburg und weiteren Akteuren im Tourismus antragen um zu erreichen, dass eine optimale und zeitgemäße Erreichbarkeit der Neuenburg, insbesondere aber auch eine Vernetzung mit der Stadt Freyburg erzielt werden kann.

Zur Stärkung des Vereins und zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Neuenburg will sich der Verein 2011 verstärkt der Kinder- und Jugendarbeit widmen. Von den derzeit 209 Mitgliedern sind die Hälfte über 60 Jahre alt. Eine „Verjüngung“ kann neue Impulse in die Arbeit des Vereins bringen. Weitere Ziele für 2011 sind die finanzielle Unterstützung der Sanierung der barocken Badestube durch Einwerben von Spendengeldern, Nutzungsmöglichkeiten für die teilweise sanierte Vorburg zu finden und zu unterstützen sowie die Veröffentlichung neuer Publikationen rund um die Neuenburg.

Petra Wiegel in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 30.03.2011



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Ein toller Tag auf der Neuenburg


Kinder aus dem Kinderheim "Ludwig Renn" beim Spiel in der Kinderkemenate auf Schloss Neuenburg

Die heilige Elisabeth kennengelernt

Die Lebensgeschichte der Landgräfin Elisabeth - ein Theaterstück

Für die Kinder des Kinderheimes „Ludwig Renn“ aus Naumburg war der 18. November ein ganz besonderer Tag. Sie waren zusammen mit ihren drei Erzieherinnen einer Einladung des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e. V. auf die Neuenburg gefolgt. Dieser lädt jedes Jahr zum Tag der heiligen Elisabeth ganz im Sinne des Wirkens und Lebens von Elisabeth Kinder oder Erwachsene ein, die in der heutigen Gesellschaft sozial benachteiligt sind, widmet ihnen Aufmerksamkeit, Zuwendung. Der Nachmittag begann mit dem Ausprobieren mittelalterliche Geschicklichkeitsspiele. Die Kinder zeigten großes Interesse und waren sehr geschickt beim Jonglieren, Kreiseln, Balancieren oder Werfen. Nach einer Stärkung mit Kakao und Kuchen begann Frau Vogler die Kinder mit der Geschichte über das Leben von Elisabeth in ihren Bann zu ziehen. Aus einem reichen Kostümfundus waren schnell für alle Kinder passende Verkleidungen gefunden und jeder hatte seine Rolle in dem spannenden Theaterstück erhalten. Erzählt und gespielt wurde die Lebensgeschichte der Landgräfin Elisabeth, die bereits mit vier Jahren zur feierlichen Verlobung nach Thüringen geholt wurde. Sie war sehr fürsorglich und kümmerte sich um Arme und Kranke. Schon kurze Zeit nach ihrem Tod wurde sie heilig gesprochen. Frau Vogler hatte die volle Aufmerksamkeit der Kinder, die auch immer wieder schnell in der Lage waren, die Dialoge ihrer Figuren weiterzuerzählen. Mit einem fröhlichen gemeinsamen Tänzchen endete das Spiel mit der Geschichte dieser ganz besonderen Frau. Bei dem sich anschließenden Rundgang durch die mittelalterliche Burg waren die Kinder genauso aufmerksam, stellten viele Fragen und konnten gar nicht genug von den ausgestellten mittelalterlichen Fundstücken sehen. Viel zu schnell ging der Nachmittag zu Ende. Alle Beteiligten werden sich an dieses Erlebnis noch lange erinnern. Die Kinder versprachen, ihre Eindrücke in Bildern festzuhalten, und diese dem Verein zu überreichen.

Petra Wiegel in "Super Sonntag" vom 28. November 2010

Nachtrag

Inzwischen haben die Kinder Ihr Versprechen eingelöst und die Bilder, in denen Sie ihre Eindrücke vom Elisabethtag verarbeitet haben, unserem Verein übergeben:

Bei der Bildübergabe

 

Das Bild von Angelique

 

Das Bild von Jasmin

 

Das Bild von Lea



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Verein poliert mit am Glanz der Region

Der Neuenburg-Verein wird mit dem Wenzelspreis von Naumburger Tageblatt/Mitteldeutsche Zeitung ausgezeichnet

Der diesjährige Wenzelspreis unserer Zeitung geht an den Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg. Die Auszeichnung würdigt das ehrenamtliche Engagement, mit dem der Verein seit 20 Jahren ein Bauwerk begleitet, das zu den Wahrzeichen der Region gehört und längst wieder zu einem ihrer Besuchermagneten geworden ist.

Im Juni 1990 hatten sich 24 Gründungsmitglieder zum Verein zusammengefunden - ziemlich genau ein Jahr, nachdem ein Blitz in die Neuenburg eingeschlagen hatte, ein Teil des Daches ausgebrannt, anderes durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen worden war. Mancher - die lange zuvor ins Stocken geratene Sanierung vor Augen - hatte das für das Ende der einstmals stolzen Feste gehalten. So hieß denn in Freyburg eine der Forderungen des 89er Herbstes: Rettet die Neuenburg! Aus der Bürgerbewegung, die sich auch hier formiert hatte und die sich den Zutritt zur seit Jahren geschlossenen Burg erzwang, ist der Neuenburgverein hervorgegangen.

Der Verein stand nun der Stadt zur Seite, in deren Trägerschaft sich Burg und Museum damals befanden. Der beklagenswerte Zustand der Burg bewirkte eine hohe Spendenbereitschaft. Dank des Wirkens der Vereinsmitglieder konnte der Burg Geld in beachtlicher Höhe zufließen - zudem Sachspenden wie Holz für die Reparatur des ausgebrannten Daches, oder Druckleistungen, aber auch museales Gut. Nicht zuletzt ermöglichte der Verein durch die Bereitstellung von Eigenmitteln die Inanspruchnahme von Fördergeldern.

Sieben Jahre lang hat dann der Verein das Museum der Neuenburg selbst getragen. Er übernahm es 1998, als die Stadt die Neuenburg an die Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen-Anhalts übergab, und er entlastete so die Kommune von einer freiwilligen Aufgabe, die sie nicht mehr länger hatte schultern können. Stadt, Kreis und Land finanzierten das Museum nun gemeinsam. Als die Partner aufgrund knapperer Mittel ihre Zuschüsse immer weiter einschränken mussten, überstieg das dann aber doch die Grenze dessen, was ein Verein leisten kann, so dass 2005 auch das Museum in die Trägerschaft der Stiftung ging.

So sieht sich der Verein heute wieder in der Rolle eines Förderers und Unterstützers. Das nächste große Projekt, in das sich der Neuenburgverein mit immerhin 38 750 Euro einbringt, ist eine neue Dauerausstellung. Diese soll die dem Museum überantwortete, kostbare Taschenuhrensammlung der Familie Hüttel von Heidenfeld in diesem Jahr der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der Neuenburgverein richtet zudem alljährlich gemeinsam mit dem Verein Schloss Goseck in Freyburgs Stadtkirche St. Marien und auf der Neuenburg "montalbâne" aus, das über die Region hinaus bedeutsame Festival mittelalterlicher Musik. Auch das findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt, hat inzwischen international einen Namen, beschert der Region ein ganz unverwechselbares Glanzlicht und den Hoteliers volle Betten.

Der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg hat mehr als 220 Mitglieder. Ein Drittel kommt aus Freyburg und der näheren Umgebung, die übrigen aus ganz Deutschland. Vereinsvorsitzender ist René Matthes, der im März die Nachfolge von Dr. Manfred Fachmann angetreten hat. Fachmann (75), der dem Verein von Anfang an angehört hat und ihm seit 2006 vorstand, war zur Neuwahl aufgrund seines Alters nicht wieder angetreten. Erste Vereinsvorsitzende war Monika Markwardt, die den Verein von seiner Gründung an bis 2006 geleitet hatte, auch heute noch Vorstandsmitglied ist. Im Jahr 2000 war dem Verein durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz die Silberne Halbkugel, der Deutsche Preis für Denkmalschutz und höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland, verliehen worden.

Gerd Stöckel in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 29.04.2010



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Lobitzscherin liefert Dicken Wilhelm


Kerstin Goschala mit ihrer exklusiven Keramikversion

Kerstin Goschala sitzt in der Werkstatt aufrecht am Tisch. Das Messer in der Hand sieht aus wie ein Skalpell. Damit schneidet sie scharf und exakt Türen und Fenster in den Dicken Wilhelm. Dessen Form ist schon zu erkennen, nachdem sie den Ton gedreht hat. Der darf allerdings nicht zu trocken werden, damit sie ihn schneiden kann. An der Nachbildung des Turmes aus Keramik arbeitet die erfahrene Töpfermeisterin exklusiv für den Museumsladen auf Schloss Neuenburg. Er ist dort als Windlicht zu haben.

"Das war eigentlich eine Kundenidee", erzählt die Künstlerin. Sie spricht von ihrer langjährigen Kundin Wally Winkler, die sie regelmäßig in der Töpferei Lobitzsch besucht. Sie ist Mitglied des Fördervereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg, der den Museumsladen bewirtschaftet. "Seit Jahren biete ich Windlichthäuschen an, die finden viel Interesse", sagt Kerstin Goschala. Die hätten auch Wally Winkler gefallen. Als sie die angeschaut hat, habe sie gefragt, ob sie nicht auch den Dicken Wilhelm, den Turm vor der Neuenburg, als Keramikkunstwerk anfertigen könne. Dann hätte der Verein etwas Besonderes als Erinnerung anzubieten. Zudem auch noch etwas, das aus der Region stammt. Diese Idee fand auch die Töpfermeisterin nicht schlecht. Doch für die Handwerkerin waren die Proportionen des Turmes zunächst ein Problem. Dafür half das Vereinsmitglied nach, schickte ihr die notwendigen Daten.

"So einfach war es anfangs aber nicht", denkt sie zurück. "Wir wollten den Dicken Wilhelm in drei Größen anbieten." Wer den Turm im Original kennt, weiß, dass dessen Dach sehr hoch ist. Ihn zudem als Windlicht anzubieten, war ein weiteres Problem. Damit das Licht brennt, muss Luft durch den Turm fließen. Der richtige Turm habe nicht so viele Öffnungen. "Licht braucht Luft", sagt Goschala, spricht von der künstlerischen Freiheit, die ihr erlaubt, dem Dicken Wilhelm mehr Fenster zu geben, als das Original hat. Zudem habe sie sich entschieden, das Dach mit grüner Farbe zu glasieren (das Original hat ein Kupferdach). Doch es sei eine ansprechende Farbe. Die ersten Exemplare habe sie bereits im vergangenen Jahr geliefert, die Vereinsmitglieder hatten sofort zugegriffen. Sie habe schon nachliefern müssen. Für das kleinste der drei Exemplare gebe es noch eine andere Idee. Statt als Windlicht könnte ein Wecker eingebaut werden. Kerstin Goschala will die Möglichkeit erkunden.

Sie hat jetzt gut zu tun mit dem Dicken Wilhelm. Der Museumsladen auf der Neuenburg will ab März Keramikern aus der Region ein Regal zur Verfügung stellen, auf dem sie ihre Kunstwerke präsentieren können. Die Lobitzscherin darf den Anfang machen. Da werde wohl zuerst von den Besuchern zu dieser Neuheit gegriffen.

Doch Kerstin Goschala hat neben ihren Spezialitäten in diesem Jahr eine weitere Neuheit zu bieten, deren Idee sie ihrer Tochter Annemaria verdankt. Die junge Frau, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird und in München zu Hause ist, wollte nicht nur aus Teetassen trinken. Die Mutter sollte ihr Sortiment erweitern: um Espresso-Becher und Latte-Macchiato-Becher. Auch die werden gut angenommen. Außerdem entfaltet sich in der Töpferei immer mehr die Farbenpracht des Frühlings. "Bei mir gibt es jetzt auch Blumen", sagt sie und zeigt die dekorativen Teile, die jeden Tisch schmücken, aber ebenso aufgehängt werden können.

Karin Grossmann in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 23.02.2010



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Neuenburgverein für 2010 gut aufgestellt


Wernher von Lichtenstein in der Küchenmeisterey

Veranstaltungsreihe 2009 fand feierlichen Abschluss

Traditionell fanden die Veranstaltungen, die der Förderverein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg jedes Jahr organisiert und durchführt, ihren Ausklang mit der Jahresabschlussfeier. Dazu trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder am 24. November 2009 in der Küchenmeisterei auf dem Schloss. Bei einem guten Essen gab es interessante Gespräche zu der bereits geleisteten Arbeit und auch darüber, was 2010 in Angriff genommen werden sollte. Wernher von Lichtenstein sorgte für gute und humorvolle Unterhaltung, indem er als Minnesänger verkleidet Lieder und Gedichte zum Besten gab.

Für viele Vereinsmitglieder hatte dieser Abend eine besondere Bedeutung. Es war genau der Vorabend zu jenem Tag, an dem vor 20 Jahren Bürger aus Freyburg und der Umgebung, die verschlossene Neuenburg "erstürmten". Es gründete sich eine Bürgerinitiative die für die Rettung der Neuenburg kämpfte. Der Verein der daraus entstand, hat auch nach zwanzig Jahren immer noch das Ziel sich für den Erhalt der Anlage einzusetzen.

Im Juni 2010 wird das Vereinsfest ganz im Zeichen der Gründung des Vereines vor zwanzig Jahren stehen. Neben den etablierten "Remisentreffs" mit ganz unterschiedlichen Themen, wird wieder eine Vereinsfahrt organisiert, die dieses Mal zu Burgen und Schlössern in Mecklenburg führen soll. Doch zunächst wird die Veranstaltungsreihe am 27. März mit der Mitgliederversammlung beginnen, auf der der Vorstand neu gewählt werden wird. Ein wichtiger großartiger Höhepunkt ist das vom 18. bis 20. Juni stattfindende internationale Musikfestival "montalbâne", dass 2010 sein 20-jähriges Bestehen feiert. Der Verein als Veranstalter kann darauf sehr stolz sein.



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Einst ein Ort des Grauens


Chronik berichtet anhand zahlreicher Dokumente von der Gründung der Bürgerinitiative und der ersten Begehung der Burg.

"Harter Kampf um die Neuenburg" titelte die Tageszeitung am 22. Juni 1989. Ein Blitzschlag hatte sie getroffen und das sich anschließende Feuer große Flächen das Daches vernichtet. Freiwillige Feuerwehren aus der gesamten Umgebung versuchten den Brand zu löschen, aber das gestaltete sich schwierig. Auf dem Gelände der Neuenburg gab es kein Löschwasser. Die Wehren mussten ihre Pumpen in einer Art Reihenschaltung montieren, um das Löschwasser von Freyburg hoch auf den den Schlossberg zu pumpen. Dieser Brand setzte dem historischen Gebäudeensemble, das damals bereits seit rund 20 Jahren geschlossen war, arg zu.

Was damals niemand für möglich hielt: Fünf Monate später konnte die Neuenburg zum ersten Mal durch Vertreter der Bürgerinitiative, darunter die spätere Vorsitzende des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg, Monika Markwardt, betreten werden.

Das geht aus dem ersten Band der Chronik des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg hervor. Diese Chronik stand zum mittlerweile dritten Mal im Mittelpunkt des Remisentreffs, der Dienstagabend ausnahmsweise in den Verwaltungsräumen der Neuenburg stattfand. Ein Grund für den ungewöhnlichen Ort war, dass das Sammelwerk über die Aktivitäten des Vereins und vor allem auch über das Baugeschehen mittlerweile 19 dicke Bände umfasst und die nicht so leicht zu transportieren sind.

892 Menschen haben im November die Petition "Die Neuenburg muss gerettet werden!" unterschrieben. Diese Liste ist auch in der Chronik einsehbar. Sie wurde durch die Bürgeinitiative dem damaligen Bürgermeister vorgelegt. Der stellte daraufhin auf einer Art Karteikarte die Genehmigung zur Begehung des Burggeländes aus. "Uns erwartete ein Ort des Grauens", erinnerte sich Monika Markwardt, und weiter: "Die Zeiten waren hektisch damals. Ein Ereignis jagte das andere und es blieb kein Raum fürs Sammeln und Archivieren." Zehn Jahre nach der Wende begannen die Vereinsmitglieder Dr. Ingrid Fachmann und Gabriele Pamsch, die Chronik des Vereins zu erstellen. "Es war viel Mühe, die Belege, Zeitungsausschnitte und Bilder zu sammeln und zu ordnen", erzählte Dr. Ingrid Fachmann. "Wir waren und bewusst, dass diese Dokumente unwiederbringlich sind", setzte sie hinzu. Besonders gefragt sind die ersten Bände. Alte Fotografien rufen Erinnerungen wach.

Helga Heilig in "Naumburger Tageblatt" vom 27.08.2009



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Abschied von Ioculatores

Freunde mittelalterlicher Musik erlebten Jubiläumskonzert in Freyburg

"Owe, war sint verswunden alliuminiu jar!" Wehmut war schon dabei, doch der ging unter im grenzenlosen Jubel der 350 Besucher, die die Stadtkirche St. Marien bis auf den letzten Stehplatz besetzt hielten: Ioculatores nahm Abschied von seinen Fans nach 25 erfolgreichen Jahren. Noch einmal nahmen uns die sieben Musiker, der Sänger Robert Weinkauf und Sprecher Jörg Peukert mit auf die Reise an die Höfe und auf die Straßen. Lieder und Tänze des 13. bis 15. Jahrhunderts erklangen, wir hörten Tannhäuser und Walter von der Vogelweide, von Minne und Tod wurde gesungen, von "schonen frowen" und dem "Media vita in morte sumus", denn inmitten des Lebens ist um uns der Tod. Melodien vom Schwarzmeer und mit Pusztafeuer waren zu hören und auch Altbekanntes, allerdings etwas anders schon. So “Mirn nicht ist wol beschieden, swaz ich so truroc bin”. Lore Leia, die Loreley-Ballade ist das, jenes alte Volksepos in einer Rekonstruktion von Jörg Peukert (Text) und Susanne Ansorg (Melodie).

Viele Titel gehören heute bereits zu den Evergreens mittelalterlicher Musik, die Ioculatores auf ihre ganz eigene Weise interpretieren. Die Instrumente des Ensembles sind Rekonstruktionen nach Bildvorlagen und Museumsstücken, teilweise selber gebaut. So nähern sie sich dem Klang längst vergangener Zeiten. Puristen sind sie dabei nicht: Neben Fidel, Harfe, Schalmei und Trumscheid ist auch Platz für ein Instrument, das der Belgier Adolphe Sax erst 1840 erfand - das Saxophon. Wie einst die fahrenden Spielleute - die Ioculatores - versuchte das Ensemble den Reichtum mittelalterlicher Kultur in unsere Zeit zu tragen. Mit Erfolg.

"Im Jahr 1993 zogen wir" - so die Musiker zum Abschied - "mit unserem Festival auf die Neuenburg und in die Stadtkirche St. Marien. Unser Kind montalbâne wird dieses Jahr nun volljährig. Wäre es ein Mensch, dürfte es wählen gehen. Da es aber letztlich eine Idee ist, muss es immer wieder von Menschen gewählt werden." Und da wünschen sich die Ioculatores, von denen jedes Ensemblemitglied nun seiner eigenen Wege geht, dass die Menschen ihrem Montalbane in Freyburg auch weiterhin die Treue halten. "Auf Wiedersehen bei Hof und auf der Straße".

Hans-Dieter Speck im “Naumburger Tageblatt” vom 23.06.2009



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Businen und Glockenschlag


In Freyburg fanden am Wochenende die XIX. Internationalen tage der mittelalterlichen Musik statt. Dieses Jahr standen sie im Zeichen der Gotik.

Mit raumfüllendem Schall brachten zwei Businenbläser Freitagabend die Botschaft in die Freyburger Stadtkirche St. Marien: montalbâne , die XIX. Internationalen Tage der mittelalterlichen Musik, sind eröffnet. Sie stehen in diesem Jahr im Zeichen der Gotik, wie auch die Landesausstellung ab 31. August "Aufbruch in die Gotik" heißt. "Nur wir brechen früher auf", formulierte Jörg Peukert, Neuenburg-Direktor und montalbâne-Organisator, zwar witzig, aber ernst gemeint, den Anspruch des Festivals: "Und wir brechen immer wieder auf und immer wieder neu." Zehn Veranstaltungen, darunter sieben Konzerte in St. Marien und auf der Neuenburg, veranstaltet von den Vereinen zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg und Schloss Goseck prägten das Wochenende in der Jahn- und Weinstadt.

Glanzvoll bereits der Auftakt. "Les Haulz et les bas", das Ensemble mit Musikern aus vier Nationen, war in voller Besetzung in die Stadtkirche gekommen. Und mit einem neuen Programm: "In modo tubae - Musik des Hochmittelalters für Alta Capella". Schalmeien, Pommer, Zugtrompete und Posaunen, die überlangen Trompeten, die Businen, dazu die Pauken, das alles gemeinsam zum Klingen gebracht - das ist Alta Capella, und "Les Haulz et les Bas" beherrscht es meisterhaft. Es ist eine fast vergessene Musikkultur, die einst aus dem Orient kam und dort noch lebendig ist, die nicht nur an den Höfen, vor allem auf Plätzen und Sälen in den Städten des Mittelalters gespielt wurde. Und die uns heute wieder ergreift. So in der Interpretation durch die sechs Musiker von "Les Haulz et les Bas". Wahnsinn, wie die Leidenschaft der Interpretation die Besucher in der Kirche mitriss, mit meist kraftvollen, aber auch leisen Tönen, eine Musikkultur, die begeisterte. Solistische Glanzleistungen zeigten Gesine Bänfer mit historischen Holzblasinstrumenten sowie Ian Harrison, der Meister auf der mittelalterlichen Schalmei und last, but not least Andrea Piccioni mit virtuosem Spiel am Tamburello. Langanhaltender Beifall zwischen den Stücken und am Ende erfüllte die Kirche.

Hans-Dieter Speck im "Naumburger Tageblatt" vom 22.06.2009 (Auszug)



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Schenkung: Freiburg und Schloss 1820


v.l.n.r.: Manfred Fachmann, Kordula Ebert, Jörg Peukert

Der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg erwarb für das Museum eine bislang unbekannte kolorierte Federlithographie.

Freyburg und die Neuenburg - das ist bereits seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv für Maler und Grafiker - in jüngster Zeit selbstredend auch für Fotografen. Jetzt besitzt das Museum Schloss Neuenburg eine neue Ansicht des altbekannten Motivs. Der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg hat eine bislang unbekannte kolorierte Federlithographie angekauft. Das Bild wurde dieser Tage durch den Vorsitzenden des Vereins, Dr. Manfred Fachmann, an Museumsleiter Jörg Peukert und Kustodin Kordula Ebert übergeben.

Die Lithographie ist 30 mal 39 Zentimeter groß und zeigt Schloss Neuenburg mit Burgmühle, Unstrut und Weinbergen. Kordula Ebert schätzt, dass sie um 1820 entstanden ist. Am unteren Rand steht der Vermerk "Freiburg an der Unstrut erbaut von Ludwig dem Springer - Landgrafen von Thüringen". Gezeichnet ist da Blatt von L. Kretzschmar. "Vom Künstler ist bisher wenig bekannt. Das Museum besitzt aber zwei weitere Lithographien von ihm mit Ansichten der Stadtkirche. Es liegt die Vermutung nahe, dass dieser Künstler in unserer Region beheimatet war", sagt Ebert.

Interessant sei, dass auf diesem Bild noch Mauerreste der Kilianskirche zu sehen sind. Darauf verweist Ebert. Diese Kirche war das erste Gotteshaus Freyburgs. Sie stammte vermutlich aus der Zeit der Romanik. 1627 wurde sie neu gedeckt, diente unter den Herzögen von Sachsen-Weißenfels als Zwinger für wilde Tiere - auch Bären - und wurde deshalb auch als "Bärkirche" bezeichnet. Vom Amt Freyburg wurde die Kilianskirche anno 1794 als Baumaterial-Spender verkauft. Aus ihren Steinen wurden neue Gebäude und Weinbergsmauern errichtet. Die letzten Reste des Gotteshauses stürzten Weihnachten 1837 in die Mühlstraße, weiß Frau Ebert. Nur eine Darstellung gibt es, auf der die Kilianskirche abgebildet ist. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Weiterhin beachtenswert sei, dass Freyburg mit i geschrieben wurde. Das ist die Schreibweise des 19. Jahrhunderts. Auf dem Bild ist neben dem Standort des heutigen Jahn-Museums noch ein Weg zu sehen, der früher die Mühlstraße mit der Schlossstraße verbunden hat. Er existiert nicht mehr. Diese Stadtansicht hat der Neuenburgverein von einem Antiquitätenhändler in Göttingen erworben.

Helga Heilig in "Naumburger Tageblatt" vom 17.03.2009



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Erinnern an die Anfänge im Wendeherbst

Den Jahresausklang im Domkeller gefeiert

Die traditionelle Veranstaltung des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg zum Jahresausklang fand Dienstagabend im Domkeller der Rotkäppchen-Sektkellerei statt. Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Fachmann konnte an diesem Abend weit über 50 Gäste begrüßen. Er erinnerte in einer kurzen Ansprache an wichtige Begebenheiten im Vereinsleben im vergangenen Jahr. So die Burgen-Exkursion nach Böhmen, das erfolgreiche Festival der mittelalterlichen Musik “montalbane” und anderes.

Im Anschluss erwartete die Gäste ein besonderer Programmteil. Der Schauspieler Raimund Lang aus Hamburg hielt einen höchst interessanten und unterhaltsamen Vortrag über die geschichtlichen Hintergründe der Studentenvereinigungen und insbesondere deren Beziehungen zu den so genannten geistigen Getränken Bier und Wein. Dabei ging es jedoch nicht ausschließlich um den Genuss von Alkohol, sondern auch um Dichtung und Komposition. Lang, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema studentische Brauchtümer befasst, hat dazu umfangreiches Material gesichtet und gesammelt. Angereichert wurde dieser Programmpunkt mit zwei Musikbeispielen. Der Schauspieler kam nicht von ungefähr zu diesem Vortrag. Er war einer der Leihgeber der Sonderausstellung zum Studentischen Weintrinken “weinkundig-weinhaltig-weinselig” aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Weinmuseums auf der Neuenburg. Stücke seiner besonderen Sammlung wurden auch schon in Radebeul und Würzburg gezeigt, informierte Lang auf Anfrage.

Nach dem Abendimbiss wurde den Vereinsmitgliedern eine Führung durch die Kellerräume der Rotkäppchensektkellerei geboten. Selbst alteingesessene Freyburger, die hier nicht zum ersten Mal weilten, nahmen diese Offerte gern an. 2009 wird der Fokus auf das 20-jährige Jubiläum des Wende-Herbstes gerichtet, verriet Museumsleiter Jörg Peukert. Der Jahrestag wird auch Anlass sein, zurückzublicken und zu erinnern an die Anfänge des Vereins.

Helga Heilig in “Naumburger Tageblatt” vom 27.11.2008



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Verein nahm am Winzerfestumzug teil


75 Jahre Winzerfestumzug in Freyburg und 10 Jahre Weinmuseum in der Neuenburg waren uns Anlass genug, beim Winzerfestumzug am 14. September 2008 ein Bild zu gestalten.

Mit einer alten Weinpresse auf einem Traktor mit Anhänger warben Vereinsmitglieder für den Besuch des Weinmuseums und verteilten Flyer zur Vorstellung des Vereins und zur Werbung neuer Mitglieder oder Sponsoren.



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Ein Ausflug in das Mittelalter


Festival "montalbâne" macht zum 18. Mal Station in Freyburg

In Freyburg ticken die Uhren anders. Die Menschen bewegen sich bedächtig, Weinreben überziehen helle Steinmauern, Vogelgesang erfüllt das Tal, die Riesenkugel Eis gibt es noch für einen halben Taler. Ein idealer Schauplatz für Konzerte mit Musik des Mittelalters - aus jener Zeit also, als fahrende Musiker durch die Lande zogen und zum Tanz aufspielten. Als sich in den Texten Hunger und Kälte, Krankheiten und Kriege spiegelten - und die Sehnsucht nach dem Rausch, der all dies vergessen macht. Manisches Lustigsein und tiefe Trauer bargen die Lieder und Gesänge der diesjährigen Internationalen Tage der mittelalterlichen Musik in Freyburg. Bereits zum 18. Mal wurde das Festival vom Europäischen Musik- und Kulturzentrum Schloss Goseck und dem Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg ausgerichtet. Wieder einmal ergaben acht Konzerte, spektakuläre Kulisse und eintausend Besucher ein Gesamtkunstwerk. Das Fest ist wie das Winzerstädtchen ein Schmuckstück.

Vom Sängerkrieg auf der Wartburg bis zu den Anfängen des Flamenco reichte das Angebot, eine stilistische Fundgrube für Laien wie Experten, in Klang gewandelt auf höchstem musikalischen Niveau. Aus ganz Deutschland reisten sie an, die meisten gehören zum Stammpublikum, geeint durch die Strapazen stundenlangen Sitzens auf Kirchbänken.

Was sie da etwa vom Augsburger Ensemble für frühe Musik zu hören bekamen, berührte die Zuhörer sehr. Die satirischen Bauernlieder des Neidhart von Reuental, der vor 800 Jahren sein Geld mit Geschichtenliedern verdiente, sind witzig, sinnenfroh - und mitunter brutal.

Bis zum Weihnachtskonzert zur Mittsommernacht vergingen wenige Stunden und rund 200 Jahre. Im "Laudario di Cortona" sind die ältesten italienischen Melodien überliefert, innigliche Zeugnisse früher Marienverehrung. Die englisch-italienische Gruppe "Joglaresa" eröffnete mit entrückten A-cappella-Gesängen und treibenden Hymnen die Klangräume am Mittelmeer, wie sie samt orientalisch-maurischer Einflüsse viele Volksmusikensembles noch heute zelebrieren.

Am Ende wurden die Musiker mit Efeukränzen bekrönt und applaudierten selbst - dem Publikum. Das lässt ahnen, wieviel Potenzial "montalbâne" in sich trüge, wenn sich das Festival nicht allein mit den beiden Konzertorten begnügte. Dazu muss weder seine Exklusivität verabschiedet noch der Ort in einen Jahrmarkt verwandelt werden. Profitieren wird Freyburg in jedem Fall: Der traulich zwischen Weinhänge geduckte Ort ist schließlich auch ohne Mittelalterklänge schön.

Ute van der Sanden in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 24.06.2008



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montalbâne findet nun eine Woche früher statt

Kartenvorverkauf für Musikfestival hat begonnen

Der Kartenvorverkauf für die Veranstaltungen im Rahmen der 18. internationalen Tage der mittelalterlichen Musik "montalbâne" auf Schloss Neuenburg und in der Freyburger Stadtkirche St. Marien hat bereits begonnen, teilen die Veranstalter mit. Das Musikfestival findet in diesem Jahr erstmalig nicht zum Zeitpunkt des Naumburger Hussitenkirschfestes, sondern eine Woche früher, vom 20. Juni bis 22. Juni, statt.

Das diesjährige Programm umfasst Konzerte und Vorträge zu mittelalterlicher Musik. Kartenvorbestellungen sind im Internet auf der Webseite www.montalbane.schloss-neuenburg.de möglich. Unter www.montalbane.de ist das gesamte Veranstaltungsprogramm zu finden. Die Geschäftsstelle des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg nimmt zudem Kartenbestellungen telefonisch unter der Nummer 034464-36761 entgegen.

Das Festival, das der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg gemeinsam mit dem Schloss Goseck organisiert, fühlt sich dem Erbe mittelalterlicher Musik verpflichtet und erfreut sich einer jährlich wachsenden Besucherzahl, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Helga Heilig in „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 2.04.2008



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Neuenburgverein gestaltete Jahresausklang


Am 27. November hatte der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e.V. seine Mitglieder und Freunde auf die Neuenburg zum Jahresausklang eingeladen. Einen besonderen Rahmen verlieh der Veranstaltung die Eröffnung der Ausstellung "Feuer und Flamme - Lichterglanz und Lichterbräuche" im Tonnengewölbe der Burg. Museumsdirektor und Vereinsmitglied Jörg Peukert führte in die interessante Ausstellung ein und schlug noch einmal den Bogen zum Elisabethjahr, das am 19. November seinen Abschluss gefunden hatte. Besonders das Licht, als Ursymbol der Menschheit, wird im engen Kontext zur heiligen Elisabeth immer wieder dargestellt. Die Vitrinen der Ausstellung sind gefüllt mit interessanten Stücken zum Thema Feuer und Flamme. Die Auswahl umfasst einfache Öllampen, kunstvoll gearbeitete Handlaternen, prachtvolle Porzellanleuchter und Petroleumlampen. Des weiteren erfährt der Besucher, dass es nicht immer einfach war, Feuer zu entfachen und zu hüten.

Die Veranstaltung wurde nach einem rustikalen Abendessen in der "Küchenmeisterey" im Festsaal fortgesetzt. Dort zeigte Herr Fachmann einen kurzen Film über die Ende August durchgeführte Vereinsfahrt unter Leitung von Reinhardt Schmitt und rief damit noch einmal die Bauwerke und Sehenswürdigkeiten in Erinnerung, die dabei besichtigt wurden. Ein kleines Quiz zur vorher besichtigten Ausstellung trug ebenfalls zur Unterhaltung bei. Drei Gewinner konnten einen Preis entgegennehmen. Der unterhaltsame Abend fand mit einem gemütlichen Beisammensein seinen Ausklang.



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Per Rollstuhl durch das Mittelalter


Behinderte auf Neuenburg

Die Frauen und Männer des Behindertenverbandes Burgenlandkreis waren kürzlich auf einer Stippvisite unterwegs. Sie hatten vom Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg die Einladung zu einem Besuch in Freyburg erhalten. Der Anlass war der 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth von Thüringen.

Alle Beteiligten waren sich schon vorher einig: Natürlich ist so ein Besuch auf einer mittelalterlichen Burg für Rollstuhlfahrer und Blinde, aber vor allem auch für Gastgeber eine kleine Herausforderung, die aber von beiden Seiten gemeistert wurde. Beeindruckt waren die 20 Leute des Behindertenverbandes vom Wirken des Vereins, dem es gelungen ist, die Neuenburg nach zwanzigjähriger Schließung der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Auch die Kinderkemenate, wo einiges über das Leben der Heiligen Elisabeth zu erfahren war, wurde nicht ausgespart. Dabei schlüpften Gastgeber und Gäste in die Rollen und Kostüme der damals lebenden Personen. Verbandsmitglied Uwe Hartmann: "Es bereitete viel Spaß, sich in die Zeit um 1210 hineinzuversetzen. Vor allem der Ritter mit dem goldenen Helm nahm seine Rolle sehr ernst".

Auf alle Fälle, so Hartmann, möchten sich alle Landgrafen, Landgräfinnen, Ritter, Könige und Bischöfe beim Verein mit Dr. Manfred Fachmann als Vorsitzenden für diesen Nachmittag bedanken: "Wir kommen gern wieder nach Freyburg".

in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 23.05.2007



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Freude als Hofdame und heilige Elisabeth


Schüler des "Förderzentrums Sehen" als Gäste auf der Neuenburg

"Uns hat es in der Kinderkemenate auf Schloss Neuenburg gut gefallen. Wir sind über das Angebot überrascht", sagten Jessica und Conny. Wenn sich die beiden Mädchen anfangs bei der Einkleidung mit Kostümen noch zierten, spielten sie am Ende die Geschichte über die heilige Elisabeth eifrig mit. Während Conny die Elisabeth darstellte, gehörte Jessica zu den Hofdamen.

Die Mädchen sind Schüler des "Förderzentrums Sehen" in Weimar und waren am Montag mit ihrer 6. Klasse, der sechs Schüler angehören, Gäste des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern erlebten die zwei Mädchen und vier Jungen abwechslungsreiche Stunden in der Kinderkemenate und beim Rundgang durch das Schloss.

"Die Ganztagsschule erhielt vom Verein das Angebot und wir haben es gern angenommen. Wir sind mit dem Zug bis Freyburg gefahren und wurden am Bahnhof von Vereinsmitgliedern mit dem PKW abgeholt", sagte die Lehrerin Uta Müller. Den Besuch auf der Neuenburg werde sie auch anderen Klassen des Förderzentrums empfehlen. Während Vorstandsmitglied Monika Markwardt die Geschichte der Elisabeth erzählte, wurde sie von den Schülern und Vereinsmitgliedern gespielt. Selbst der Vereinsvorsitzende, Dr. Manfred Fachmann, schlüpfte in die Rolle des ungarischen Königs Andreas.

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen zum 800. Mal. Für die Jahre 1224/25 ist die Anwesenheit Elisabeths auf der Neuenburg urkundlich belegt. Im Jubiläumsjahr fühlt sich der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg dem Anliegen verpflichtet, das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth zu würdigen.

Gerd Stöckel in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 21.03.2007 (Auszug)



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Höfischer Zug aus Kinderdorf


Elisabeth-Jahr: Neuenburgverein bietet bedürftiger Familie Gratis-Veranstaltung

Anlässlich des Jahres der heiligen Elisabeth hatte der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg das Kinderdorf Zeitz eingeladen. 25 Mädchen und Jungen sowie ihre erwachsenen Begleiter um die Kinderdorfmutter Gerda Kipping besuchten am Freitag die Neuenburg und waren von dem, was ihnen dort geboten wurde, hellauf begeistert.

Der Neuenburgverein hatte sich im Vorfeld des Elisabeth-Jahres vorgenommen, ganz im Sinne der Heiligen, deren 800. Geburtstag in diesem Jahr bedacht wird, Bedürftigen aus der Region einige schöne Stunden auf der Burg zu bereiten. Wie Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Fachmann sagte, ist dies übers Jahr jeweils am 19. jeden zweiten Monats geplant. Eingeladen werden unter anderem Behinderte, Blinde oder auch Tafelmitglieder. Was der Zeitzer Kinderdorffamilie samt Angestellten, Praktikanten und Freunden der Mädchen und Jungen geboten wurde, kam sehr gut an. Eventuelle Berührungsängste wurden nach dem Empfang im Festsaal bei Kaffee und Kuchen abgebaut.

In der Kinderkemenate wurde den Gästen das Leben der heiligen Elisabeth spielerisch vermittelt. Alle Kinder, aber auch Betreuer und Praktikanten, wurden entsprechend kostümiert in das farbenfreudige Theaterspektakel einbezogen. Den Jungen machte es sichtlich Freude, Ritter zu sein, sich im Kampf Mann gegen Mann gegenüber zu stehen. Aber auch jene, die in die Rolle des Landgrafen, der Landgräfin und der weiteren historischen Figuren schlüpfen durften, agierten vor dem begeistert mitgehenden Publikum voller Stolz. Eine Burgführung in den historisch nachempfundenen Kostümen krönte den Besuch. Gerda Kipping gab nach dem Besuch zu verstehen, ihren Schützlingen habe es in Freyburg sehr gut gefallen. Was der Neuenburgverein Bedürftigen anbiete, sei ganz toll, beispielhaft, nötige einfach Hochachtung ab.

Rainer Wißenbach in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 23.01.2007



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Besonderer Auftakt zum Elisabeth-Jahr

Neues in Kinderkemenate - Veranstaltungsreihe in Planung

Zum Elisabeth-Jahr, das 2007 aus Anlass des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth (1207 bis 1231), Landgräfin von Thüringen, begangen wird, will der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg eine besondere Veranstaltungsreihe anbieten. Einstieg dafür ist der Todestag der Heiligen, Sonntag, 19. November auf der Neuenburg.

Der Verein fühle sich dem Anliegen verpflichtet, das Leben und Wirken der heiligen Elisabeth zu würdigen, so Monika Markwardt vom Vorstand. Weiter stellte sie fest, dass die Landgräfin von Thüringen nicht nur eine sympathische Heilige, sondern auch ein zeitloses Ideal christlicher Humanität sei, und damit auch Orientierungshilfe in der modernen Gesellschaft.

Eingeladen sind zur Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe am 19. November, 15 Uhr, die Vereinsmitglieder mit Kindern und Enkelkindern. Vorgestellt wird das neue Programm in der Kinderkemenate Schloss Neuenburg "Die ungarische Königstochter Elisabeth und Landgraf Ludwig IV." Dafür laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren. Auch neue Kostüme sind in Arbeit.

In der Folge sollen im Januar, März, Mai, Juli, September und November nächsten Jahres, jeweils am 19. des Monats, durch den Verein Gäste aus verschiedenen Einrichtungen auf die Neuenburg eingeladen werden. Es werden auf Schloss Neuenburg unter anderem Bewohner eines Waisenhauses, einer Sehbehindertenschule, weitere Behindertengruppen sowie sozial benachteiligte Menschen erwartet. Für die Gäste wird es kostenlose Führungen durch die Neuenburg geben und anders mehr. Diese Angebote werden durch die Mitglieder des Vereins organisiert und durchgeführt, informierte Vorsitzender Dr. Manfred Fachmann.

Das neue museumspädagogische Angebot zum Thema Elisabeth werde dabei ein Schwerpunkt sein. Monika Markwardt betonte, dass die Neuenburg wohl der einzige Lebensort der heiligen Elisabeth ist, der ein Angebot speziell für die Kinder bereit hält. Im kommenden Jahr sind Interessierte eingeladen, "auf den Spuren der Heiligen Elisabeth" zu wandeln. Eingebunden sind die Orte Eisenach, Marburg, Gotha, Erfurt, Weimar, Naumburg und Freyburg. Besonders aus katholisch geprägten Regionen Deutschlands und Europas werden im Elisabeth-Jahr viele Besucher auf der Neuenburg erwartet.

Helga Heilig in "Mitteldeutsche Zeitung" vom 14.11.2006



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Schloss Neuenburg beispielhaft für Aufbau Ost


Dr. Horst Rehberger

Förderverein ernennt Dr. Horst Rehberger zum Ehrenmitglied

Der Vorstand des Vereines zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg hatte sich nicht ohne Grund den Tag der Deutschen Einheit ausgesucht, um ein neues Ehrenmitlied aufzunehmen: Dr. Horst Rehberger.

Der ehemalige Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt war eigens aus Saarbrücken angereist, um aus den Händen von Vorstandsvorsitzenden Dr. Manfred Fachmann und Bürgermeister Martin Bertling die Urkunde in Empfang zu nehmen, auf der die Ehrenmitgliedschaft dokumentiert ist.

Die Neuenburg verdeutliche in einem besonderen Maße die enormen Anstrengungen, die in den letzten 16 Jahren unternommen wurden, um wertvolle Kulturgüter vor dem endgültigen Verfall zu retten und sie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so Fachmann. Daran, dass die Neuenburg einer der meistbesuchten Orte an der Straße der Romanik ist, habe Rehberger als Wirtschaftsminister einen maßgeblichen Anteil.

Er habe sich dafür eingesetzt, dass Fördergelder in großem Umfang für die Burg-Sanierung zur Verfügung gestellt wurden. Fachmann erinnerte daran, dass mit der Einweihung der Straße zum Schloss im September '92 der Weg frei war, zur Neuenburg, „dem Werbeträger der Saale-Unstrut Region".

Rehberger ist noch genau ein Gespräch mit Bürgermeister Martin Bertling und der damaligen Direktorin der Neuenburg, Kristine Glatzel, in Erinnerung. Am 1. März 1991 hatten beide bei ihm in Magdeburg vorgesprochen und dem Minister dabei deutlich vor Augen geführt, wie dringend es sei, die Neuenburg zu retten. "Beide haben ihr Anliegen glaubwürdig und engagiert vertreten. Es gab keine andere Entscheidung, als mich dafür einzusetzen", so Rehberger. In Freyburg und auf der Neuenburg sei ein beispielhaftes Stück Aufbau Ost geleistet worden, lobte er.

Dass dieser Aufbau kein Selbstzweck war, sondern dem Wirtschaftsfaktor Tourismus dient, davon überzeugte sich das neue Vereinsehrenmitglied im Rahmen einer Besichtigung mit Museumsleiter Jörg Peukert. Dabei gab der Ex-Minister sein Erstaunen über das Geschaffene unverhohlen kund.

Helga Heilig in "Naumburger Tageblatt" vom 05.10.2006



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Erstmals wieder Teilnahme am Winzerfestumzug


Mitglieder und Freunde des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e. V. nahmen am Sonntag, den 10. September 2006, am Winzerfestumzug anlässlich des Winzerfestes der Stadt Freyburg teil.

Zusammen mit den Klosterbrüdern aus Zscheiplitz gestaltete der Verein die Sage „Das Rosenwunder“ um die heilige Elisabeth. Mit dabei waren die Landgräfin Elisabeth, Landgraf Ludwig, seine Mutter Sophia, der Bischoff, Hofdamen und ein Knappe als Schildträger.



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Ein Remisentreff mit Kneipp


Ein Remisentreff der besonderen Art fand Ende Mai für die Mitglieder des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e. V. in Bad Bibra statt. Das Vereinsmitglied Petra Wiegel hatte zu einem Kneippspaziergang durch das einstige Modebad der Herzöge von Sachsen-Weißenfels eingeladen. Das Interesse der vorwiegend aus Freyburg und Umgebung kommenden Vereinsmitglieder war sehr groß. So startete die Vorsitzende des Kneippkurvereins Bad Bibra, Dr. Petra Ulrich, mit 30 Personen und allerlei Utensilien entlang des Kräuterpfades zum Badeplatz.

Am historischen Gesundbrunnen begann Frau Ulrich mit einem kurzen geschichtlichen Abriss zur Stadtgeschichte, wobei natürlich die Begründung der Kurtradition durch die Herzöge von Sachsen-Weißenfels im 17. Jahrhundert im Vordergrund stand. Zur Demonstration, dass der Gesundbrunnen auch heute noch sein eisenhaltiges Wasser führt, reichte die neue Quellenkönigin Sandy Hartung allen Teilnehmern einen frischen Schluck Quellwasser.

Nach den Ursprüngen der Kurtradition in Bad Bibra erläuterte Frau Dr. Ulrich die gegenwärtige Entwicklung der Stadt Bad Bibra. Bad Bibra ist seit 2002 staatlich anerkannter Erholungsort und hat das Ziel Kneippkurort zu werden. Schritt für Schritt werden Investitionen und Maßnahmen umgesetzt, die dieses Ziel erreichbar werden lassen. Die Errichtung der Kneippanlagen am Badeplatz und Bärenpark sind für die Durchführung der Kneipptherapie eine wichtige Voraussetzung.

Anschaulich erklärte Frau Dr. Ulrich die 5 Säulen der Kneipptherapie. Zur Demonstration der Ernährunstherapie erhielt Jeder eine Kostprobe der Frischmolke aus der Burgenlandkäserei, einem sehr gesunden eiweißhaltigen Getränk, das aber auch für Wellnessanwendungen verwendet werden kann. Die Wassertherapie wurde mit Armgüssen, Wassertreten und Armbaden den interessiert zuhörenden Teilnehmern aufgezeigt. „Ich bin sehr erstaunt, was es alles in Bad Bibra zu sehen und zu erfahren gibt.“, stellte Matthias Pamsch fest, der extra aus Erfurt zu diesem Treffen angereist war. Bisher kannte er Bad Bibra nur vom „Durchfahren“.

Auch andere Vereinsmitglieder zeigten sich von der sehr anschaulichen und informativen Führung beeindruckt. „Dieser Tag hat uns wieder gezeigt, wie wenig wir von unseren unmittelbaren Nachbarn wissen und kennen. Um dies zu ändern, werden wir auf jeden Fall unsere Tradition fortsetzen und mindestens einmal im Jahr den Remisentreff in der Umgebung von Freyburg durchführen, um die gesamte Region kennen zu lernen.“. resümiert Dr. Manfred Fachmann als Vereinsvorsitzender. Der Treff fand bei einem gemütlichen Abendessen im Hotel & Restaurant Bibermühle einen geselligen Ausklang.



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Letzte Aktualisierung am 10.01.2012