Unsere jährlichen Vereinsfeste
Vereinsfest 2010
Zehntes Vereinsfest am 5. Juni 2010 ab 19:30 Uhr auf dem Burghof von
Schloss Neuenburg:
20 Jahre Verein
(um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 034464-36761)
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Vereinsfest 2009
Reinhard Schmitt
Backen wir’s an!
Das Motto des Vereinsfestes am 11. Juli 2009 war dem 300-jährigen Bestehen
des Backofens in der Küchenmeisterei auf der Neuenburg gewidmet. In seinem
Vortrag zu Beginn des Festes stellte Vereinsmitglied und Bauforscher Reinhard
Schmitt einleitend fest: "Küche und Keller gehören zu den ältesten
hauswirtschaftlichen Einrichtungen einer Burg. Nur ist zumeist nichts mehr davon
erhalten. Im ältesten erhalten gebliebenen Kurzinventar der Neuenburg von 1589
werden sie fast alle genannt. Ein Backhaus oder zumindest einen Backofen hat es
damals mit Sicherheit auch schon gegeben; nur wurde er nicht erwähnt." In seinen
Ausführungen erläuterte Schmitt weiter, dass der älteste Hinweis auf einen
Backofen innerhalb der großen Burg- bzw. Schlossküche in der "Ambts Freyburgk
Gantze Jahrs Rechnung Über Einnahme undt Außgabe Geldt undt Getreyde vom Tage
Michaelis Anno 1655. biß den Abendt dahin Anno 1656" gefunden wurde. Darin heißt
es: "Die große Küche mitt einer thür ... daran ein backofen, in Zwinger gesetzt,
und mitt einer Tachung von schindeln gedeckt, die fenster in der Küche stehen
noch offen ... Eine thür ... oben hinter der großen Küchen, in den Zwinger,
daran ein Backofen".
Weshalb das diesjährige Vereinsfest mit der Herstellung eines Backofens vor
300 Jahren verbunden werden kann, so Schmitt, belegen die folgenden Quellen: Im
Dezember 1707 wird bei der Fertigstellung einer neuen Backstube geholfen, die
sich in der Remise befunden hat (Südende). Über größere Arbeiten am neuen
Backofen wird am 30. September und 1. Oktober 1709 kurz in Frondienstregistern
berichtet, leider in keiner Bauakte. Mehr wissen wir nicht von der damaligen
Baumaßnahme. In den Jahre um 1700/10 ist ganz offensichtlich auch die
Küchenmeisterei barock modernisiert worden. Davon künden die einheitlichen
barocken Fenster und Türen.
In einem Bericht aus dem Jahre 1822 heißt es, dass die Küche in einen
Schuppen geändert, Back- und Bratofen weggebrochen und ein breites Tor eingefügt
worden sind. Den Zustand unmittelbar vor dem Abbruch zeigt ein Grundriß aus dem
Jahre 1819.

Der Backofen von 1709 existierte also 113 Jahre. Seit 187 Jahren gibt es ihn
nicht mehr. Dennoch erinnerte der Verein an seinen Einbau in die aus dem 15.
Jahrhundert stammende Burgküche, damit das Wissen um die Alltag vergangener
Zeiten auf Schloss Neuenburg bei vielen Interessierten bereichert wird.
Dem Motto des Festes angepasst war auch die kulinarische Versorgung der ca.
40 Vereinsmitglieder. Im Burghof konnte, wer Lust hatte, über einem offenen
Feuer Knüppelkuchen backen.

In so geselliger Runde kam man schnell ins Gespräch. Dem regnerischen Wetter
trotzend, setzten sich alle im gemütlichen Weinmuseum zusammen. Es wurde
gegessen, getrunken und auch manch schönes Lied gesungen.
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Vereinsfest 2008
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Ein Mühlenabend der besonderen Art
Am 12. Juli 2008 versammelten sich fast 30 Vereinsmitglieder und Freunde der
Neuenburg auf dem Sachsenberg in Eckartsberga. Der Verein hatte an diesem Tag
sein Vereinsfest unmittelbar an der Holländer-Windmühle organisiert, die weit
über die Stadt Eckartsberga aufragt und neben der Eckartsburg ein Wahrzeichen
des Finnestädtchen ist.
1830 erbaut, besitzt die Mühle anstelle des in Deutschland üblichen
vierflügligen Kreuzes ein zehnspeichiges Windrad, wie es sonst nur im
Mittelmeerraum und in Spanien üblich ist. Nach einer kompletten Sanierung und
Rekonstruktion im Jahre 2006 ist die Mühle wieder voll funktionstüchtig.
Bei einer Mühlenführung erklärte der Müller Thomas Land die Technik der
Mühle. Durch den Blick in das Herz der alten Mühle und auf die liebevoll
ausgestellten Exponate bekam man einen guten Einblick in das alte
Müllerhandwerk. Besonders interessant war es, als Herr Land am Schluss der
Führung das Windrad in Gang setzte.

Nach der Führung duftete es bereits nach frisch gebackenem Brot, dass der
Müller auch gleich aus einem Holzbackofen zog und zum Kosten reichte. Bei einem
grandiosen Sonnenuntergang genossen die Teilnehmer diese selbst gemachte
Köstlichkeit zu der natürlich Käse, Zwiebelschmalz und Leberwurst gereicht
wurde. Bei einem Gläschen Wein oder einer Flasche Bier und guten Gesprächen
klang der Abend auf dem idyllisch gelegenen Sachsenberg aus.
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Vereinsfest 2007
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Der 7. Juli 2007 versprach ein sonniger, warmer Tag zu werden. Wir, etwa 20
Mitglieder und Freunde des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e.V.,
trafen uns am frühen Vormittag, um einmal außerhalb der Burgmauern gemeinsam
durch die Weinberge "Saalhäuser" nahe Bad Kösen zu wandern.
Unser Vereinsmitglied Siegfried Schulz holte uns am Wanderstützpunkt
Fischhaus ab und erläuterte zuerst anhand einer Orientierungstafel das
geologische Profil der dortigen Gegend. Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer
seinen Ausführungen zu Bodenverhältnissen, Klima, Weinbergsmauern und Rebsorten.
Zu unserer großen Überraschung waren mitten am Wanderweg gegenüber einer
idyllischen Weinbergshütte Tische und Stühle aufgebaut und Frau Schulz lud uns
zu einem kleinen Umtrunk ein mit Wein aus dem Schulzeschen Weinberg, Brot,
Leberwurst und sauren Gurken.
Mit vielen weiteren Informationen über den Saalewein bei Bad Kösen wanderten
wir weiter zum Landesweingut Schulpforte. Hier zeigte uns Herr Schulz den
Weinkeller und wir durften sogar einen Blick in den Raritätenkeller werfen. Den
Abschluss der Weinbergswanderung bildete eine Verkostung der Saalhäuserweine.
Mit vielen Anekdoten und Geschichten zum Wein erntete Herr Schulz viel Beifall
und wir alle werden dieses Vereinsfest noch lange in Erinnerung behalten.
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Vereinsfest 2006
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Das 7. Vereinsfest fand am 15. Juli 2006 auf der Neuenburg statt. Themen
dieses Festes waren das so genannte Siedlerhaus, das der Verein seit vielen
Jahren von der Stadt Freyburg gepachtet hat, und die künftige Nutzung der
gesamte Vorburg.
Das Siedlerhaus war bisher an die Firma Heureka-Gastro vermietet. Diese hat
aber den Mietvertrag gekündigt, so dass der Verein nun überlegen muss, wie das
Haus künftig genutzt werden soll. In diese Überlegungen ist auch die Nutzung der
gesamten Vorburg einzubeziehen. Der Vorstand des Vereins und seine Beiräte haben
sich schon seit 1999 mit diesem komplizierten Aufgabenfeld befasst.
Nach der Begrüßung der ca. 40 anwesenden Vereinsmitglieder durch den
Vereinsvorsitzenden Dr. Manfred Fachmann führte Reinhard Schmitt in die
Geschichte des Siedlerhauses mit anschaulichem Kartenmaterial ein. Das Gebäude
(zuvor "Scheibehaus" oder "Projekthaus" genannt) steht unmittelbar östlich der
Küchenmeisterei und gehört mit einem zweiten, gleichartigen Haus als
Neubauerngehöft der Umstrukturierung in der Landwirtschaft nach 1945 an. Beide
Häuser entstanden 1946. Auf dem Gelände der beiden Parzellen gab es im frühen
18. Jahrhundert einen kleinen Barockgarten mit einem Gartenhaus, das unmittelbar
an die nördliche Burgmauer angefügt worden war. Dieses ist wahrscheinlich im
Jahre 1729 errichtet worden. Auf Plänen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts heißt
es das "Lusthäuschen" bzw. "Altes Gartenhaus", 1751 Lusthäuschen im Lustgarten.
1773 wurde es "zu Ersparung derer Reparatur Kosten" zunächst verkauft und
schließlich 1804 endgültig beseitigt. Eine erste landwirtschaftliche Bebauung
setzte 1904/05 ein, als die zuständige Regierung in Merseburg gemeinsam mit dem
Domänenpächter Siegel einen Kuhstall errichten ließ, südlich davor befand sich
ein Viehring, später eine Düngerstätte (zum Beispiel 1935). Teile des einstigen
Schlossgartens gehörten dem Oberförster (1904). Im Jahre 1943 brannte der
Kuhstall vollständig ab. Trotz allgemeinen Bauverbots im Reich wurde der
dringend benötigte Stall bis 1944 wieder aufgebaut. Für die Zwecke der
Bodenreform und der Landaufteilung wurde er 1946 abgebrochen. Einzelne Wände
konnten in die beiden Neubauernhäuser übernommen werden.
Im Anschluss an die Ausführungen von Reinhard Schmitt stand das Haus für alle
Vereinsmitglieder zur Besichtigung offen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt
und an Ort und Stelle erste Überlegungen zur weiteren Nutzung diskutiert. Nach
dem Siedlerhaus erläuterte Reinhard Schmitt den Bauzustand der gesamten Vorburg
und zeigte den Vereinsmitgliedern bei einem Rundgang alle betreffenden Gebäude.
Zur weiteren Diskussion ließ man sich auf bereits hingestellten Tischen und
Bänken im Hof der Neuenburg direkt an der Kinderkemenate nieder. Hier wurden
einige Vorschläge diskutiert, die aber noch weitergehender Betrachtungen und
Abwägungen bedürfen.
Zum gemütlichen Teil des Vereinsfestes offerierte der Vereinsvorsitzende Dr.
Manfred Fachmann für alle Mitglieder und Gäste eine kleine Überraschung. Diese
hatte er zusammen mit der Leiterin der Kinderkemenate, Christine Vogler,
organisiert. In gemischten Paarungen, die mittels zerteilter alter Postkarten
zusammengestellt wurden, galt es, mittelalterliche Spiele auszuprobieren und
bestmöglich zu absolvieren. Dabei standen insgesamt 15 verschiedene Spiele im
Hof der Neuenburg und in der Kinderkemenate bereit. Da waren neben
Geschicklichkeit und Treffsicherheit auch Kombinierfähigkeit und Taktik gefragt.
Für jedes Spiel gab es eine Reihe von Punkten und auf das Paar mit der höchsten
Punktzahl wartete wiederum eine Überraschung. Es begann eine rege Spieltätigkeit
an den einzelnen Stationen, die unterstützt von Frau Vogler, allen sehr viel
Spaß machte. Zwischendurch aber auch nach Absolvierung aller Spiele ließ man
sich bei herrlichem Sommerwetter das selbst mitgebrachte Essen und Trinken in
der geselligen Runde schmecken. Nach Auswertung der abgegebenen Spielkärtchen
konnte Frau Vogler das Siegerpaar ermitteln. Alle fanden sich erwartungsvoll in
der Kinderkemenate ein. Die besten mittelalterlichen Spieler waren an diesem Tag
Frau Rotraud Fachmann und Herr Olaf Markwardt. Standesgemäß wurden sie von Frau
Vogler in den Adelsstand erhoben und durften auf dem Thron Platz nehmen. Das
„Volk“ zollte freudig den gebührenden Beifall. Der herrliche Sommerabend fand im
geselligen Gespräch zu weit fortgeschrittener Zeit seinen gemütlichen Ausklang.
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Vereinsfest 2005
Rundgang mit Museumsleiter Jörg Peukert
70 Jahre Museen im Schloss Neuenburg
Fest mit Tochter des Gründers
Das diesjährige Fest des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg
stand im Zeichen von 70 Jahren Museen im Schloss Neuenburg. Aus diesem Anlass
waren die Tochter des Museumsgründers Otto Krauschwitz, Brigitta Dettloff, und
zwei ihrer Kinder aus Bielefeld und Belgien angereist. Otto Krauschwitz, später
ehrenamtlicher Museumsdirektor, hatte 1934 mit Helfern begonnen, das Museum
aufzubauen. Neben der Einrichtung der Räume wurde rege gesammelt, so dass 1935,
als das Heimatmuseum eingeweiht wurde, bereits 3.000 Stücke zum Inventar
gehörten.
1880 Luisenzimmer
Die museale Tätigkeit reicht allerdings weiter zurück. So existieren
„Stammbücher des Schlosses zu Freiburg", die im Jahr 1840 einsetzen. Schon
damals konnte man die Schlosskapelle, den Rittersaal und den „Dicken Wilhelm"
besichtigen. Nachdem 1880 das Luisenzimmer mit Möbeln des Berliner Schlosses
eingerichtet worden war, wurde auch dieser Raum für die Öffentlichkeit
zugänglich. Nach dem Tode von Otto Krauschwitz wurde Dr. Leo Arnold 1938 als
neuer Direktor eingesetzt. Dieser musste miterleben, dass 1945 nach dem
Einmarsch der Alliierten große Teile des Museumsbestands gestohlen oder zerstört
wurden. 1947 begann man erneut, ein Museum aufzubauen. Unter relativ schlechten
Voraussetzungen bemühte sich ab 1948 der neue Leiter Max Lutze um diese museale
Einrichtung. Unter Dr. Knorr, damaliger Museumspfleger und
Provinzial-Konservator in Sachsen-Anhalt, begann auch Hellmut Drescher, Direktor
seit 1952, sich um die Geschicke des Schlosses zu kümmern. Feierlich konnte 1952
das neue kulturhis- torische Museum eingeweiht werden. Ein großes Verdienst
Dreschers war es, den Fundus kontinuierlich zu erweitern und ganz neue Wege in
der Museumspädagogik zu gehen.
Als 1970 der echte Hausschwamm in den Kernbereichen entdeckt wurde, sperrte
man 1971 die Neuenburg baupolizeilich für Besucher. Nach anfänglich raschem
Baufortschritt zog sich die Sanierung immer länger hin. 1977 schied Hellmut
Drescher aus, und Peter Berger folgte ihm als neuer Direktor. Unter seiner Regie
konnte zwar 1983 der Bergfried mit einer Dauerausstellung wieder zugänglich
gemacht werden, die Kernanlage aber verfiel und verwahrloste zusehends.
Sanierung nach Wende
Die schweren Zerstörungen am nördlichen Galerieflügel infolge eines
Blitzschlages im Juni 1989 wirkten wie ein Signal in den Wendeherbst desselben
Jahres hinein, in dem sich eine Bürgerinitiative zur Rettung der Neuenburg
bildete. Nachdem die Kunsthistorikerin Kristine Glatzel die Leitung des Museums
übernommen hatte, begann die Sanierung der Kernburg. Zu Ostern 1991 war die
Kernburg durch „Baustellenführungen" zugänglich, und erste Ausstellungen sowie
die Doppelkapelle konnten im Jahre 1992 im „Kleinen Rundgang" feierlich
eingeweiht werden. Kristine Glatzel ging im Jahr 2003 in den Ruhestand, nachdem
die letzte bedeutende Ausstellung zur Geschichte der Thüringer Landgrafschaft
der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die Leitung des Museums der Neuenburg
übernahm der Historiker und Germanist Jörg Peukert. Das Museum selbst wurde zum
1. Januar 2005 von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
übernommen.
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