Sonderausstellungen

Bernd Göbel - KOMMENTARE

Sonderausstellung im Bergfried "Dicker Wilhelm"

2. April - 31. Oktober 2022

Der Künstler Prof. Bernd Göbel (geb. 1942) zählt zu den international höchst geschätzten Vertretern der figürlichen Bildhauerei. In seinen Skulpturen, Objekten und Medaillen setzt er sich mit dem Zeitgeschehen auseinander. Die Nachrichten aus Politik, Kultur und Wissenschaft sowie menschliche Eigenheiten sind stets Anlass für kritische, aber auch humorvolle Reflexionen der Geschehnisse sowie des Daseins. Dabei kommentierte er den Mauerfall 1989 ebenso wie die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976, den Whistleblower-Skandal um Edward Snowden, die Abgaskrise des VW-Konzerns und die gentechnischen Experimente um das Klonschaf Dolly sowie viele andere Anlässe mehr. Lassen Sie sich von einem speziellen Blickwinkel überraschen, der wie ein Seismograph kommentierend unsere Zeit begleitet.

Der Bildhauer Bernd Göbel kommentiert, klagt an, schafft mit seinen Werken Denkmale oder auch Antidenkmale. Angeregt wird sein Schaffen durch kleine und große Schlagzeilen. Aufmerksam beobachtet der Künstler die Welt und widmet sich ihren Merkwürdigkeiten und Aufgeregtheiten mythologisch verschlüsselt, provozierend oder mit bissiger Satire. Forschungsergebnisse stellen ethische Fragen, vermeintliche Wahrheiten entpuppen sich als Lügen und nicht zuletzt werden menschliche Charaktereigenschaften und Leidenschaften fokussiert.

Zum Zeitgeist verdichtete Gedanken des Künstlers dokumentieren seinen engagierten Willen Zeichen zu setzen und beziehen mit emotionalen Aussagen Position.

Der wegen seiner innovativen Denkmale und Brunnen bekannte Bildhauer ist zudem ein Meister der kleinen Form, der die Medaille vom Staub der Historisierung befreite.

1942 geboren in Freiberg

1961–1963 Lehre als Holzbildhauer

1963–1969 Studium  der Bildhauerei an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) bei Gerhard Lichtenfeld und Gustav Weidanz

1969–1982 zunächst Assistenz, gefolgt von Lehrauftrag und ab 1978 Dozentur und Leiter der Bildhauerklasse an der Burg Giebichenstein

1982–2008 Professur für Plastik an der Burg Giebichenstein

Psst! ... Gestalte, was Du zu sagen hast.

Entdecke mit uns die Ausstellung des Bildhauers Bernd Göbel und erfahre, was er mit Skulpturen und Medaillen alles erzählen kann. Wir befragen, deuten und stellen nach. Am Ende entwickelst und gestaltest Du Deine eigene Botschaft für die Zimmertür.

Jeden Dienstag und Donnerstag ab 10 Uhr.

Anfragen unter Telefon: 034464-35541.

DURCHSICHT - Interventionen mit Glas - CHRISTIANE BUDIG

Sonderausstellung im Burgmuseum

16. Juli - 31. Oktober 2022

Die hallesche Künstlerin Christiane Budig (geb. 1969) widmet sich dem fragil und zugleich stark erscheinenden Material Glas, mit dem sie figürliche und abstrakte Plastiken und Installationen erschafft.  Die zeitgenössischen Arbeiten aus Glas sind in den historischen Räumen von Schloss Neuenburg wie der romanischen Doppelkapelle und dem Fürstensaal zu sehen.

Als ein schwieriger, unbeherrschbarer Werkstoff, der auch dem Gesetz des Zufalls unterworfen ist, gleichen ihre Kunstwerke fast Experimenten, die von künstlerischem Willen und natürlicher Willkür bestimmt werden. Kombiniert wird dies mit anderen Materialien wie Draht und Holz, die zusätzliche Reize hervorrufen.

Christiane Budigs Kunstwerke fordern den Betrachter zum Nachdenken über Sinnlichkeit, Erfahrungen und Wahrnehmungen heraus. Sie erzählen Geschichten, Träume und schildern Erlebnisse, die sich durch die persönliche Assoziation verändern.  Mal in offenem Dialog mit dem Raum, mal eingebettet in die historische Kulisse ist der Besucher eingeladen, sich mit neugierigem Blick auf eine Entdeckungsreise durch das Haus zu begeben. Die Ausstellung zeigt neben älteren auch ganz neue Arbeiten.

1969 in Luckenwalde geboren

1994–1996 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale), Burg Giebichenstein im Fachbereich Glas/ Keramik/ Design

1996–2002 Kunststudium im Fachbereich Glas, Malerei, Grafik an der HFDK Halle

2002 Diplom der Bildenden Künste

2005–2006 Lehrauftrag für Malerei/ Grafik an der Martin- Luther- Universität Halle im Fachbereich Grundschulpädagogik

2006–2008 Studium der Kunsttherapie an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden

Tätig als freischaffende Künstlerin und Kunsttherapeutin in Halle (Saale)

2003 war sie die Preisträgerin des internationalen Glaskunstpreises Jutta Cuny-Franz-Award und 2018 Gewinnerin des Halleschen Kunstpreises. 2020/2021 wurde ihr Entwurf für die Gestaltung des Radleuchters im Magdeburger Dom ausgewählt.

 

 

Archiv

Rückschau auf unsere vergangenen Sonderausstellungen

Diese Sonderausstellung ist bereits abgelaufen.

Ich glaub‘, ich steh‘ im Sagenwald!

Geschichten aus dem Unterholz
mit Holzbildern von Tura Jursa

Eine Sonderausstellung für Kinder ab 5 Jahren
1. Mai 2021 bis 24. April 2022

Komm mit in den Gewölbekeller auf Schloss Neuenburg!

Hier schleichst Du auf leisen Sohlen durch das Unterholz des Sagenwaldes. Vogelgezwitscher und Windrauschen begleiten Deinen Weg. Zwischen den Bäumen entdeckst Du so manch Schauriges, Lustiges, Märchenhaftes und Königliches - geschnitzt aus Holz. Die Künstlerin Tura Jursa hat zahlreiche wundersame und wunderbare Geschichten in bunten Wimmelbildern gebannt. Durch diese farbenfrohe Schau führt Dich Dein eigenes Sagenheft mit all den spannenden Erzählungen. Verrückte Hexen und tapfere Helden aus dem Sagenreich laden Dich mit allerlei Rätselhaftem zum Knobeln ein. Außerdem erhaschst Du einen kleinen Einblick in die Werkstatt der Künstlerin mit ihrer beeindruckenden Schnitztechnik. Lass Dich überraschen!

Diese Sonderausstellung ist bereits abgelaufen.

Beschenkt. Geschätzt. Bewahrt.

26. November 2019 bis 16. Februar 2021

Schenkungen sind die Erwerbsmethode schlechthin, wenn es für ein Museum darum geht, die eigenen Sammlungen zu ergänzen und zu erweitern. Dabei ist eine Schenkung aus privatem Eigentum meist ein ganz besonderer emotionaler Vorgang, denn der Schenkende trennt sich ohne finanzielle Gegenleistung von zum Teil sehr persönlichen und geschätzten Erinnerungs- oder Wertgegenständen.

Die Motivation für eine Schenkung ist vielschichtig: der Schenker misst dem Objekt einen besonderen Wert bei, er hat eine besondere Beziehung zu dem Museum, die private Sammlung soll verkleinert werden… All diese Gründe eint jedoch der Wunsch, dass der Schenkungsgegenstand vor der Vernichtung bewahrt und für spätere Generationen erhalten sowie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Wichtige Schenkungen bildeten bereits 1935 den Grundstock der ersten Sammlung im Museum Schloss Neuenburg. In 84 Jahren Museumsgeschichte ist der Bestand inzwischen auf mehr als 50.000 Objekte angewachsen, von denen rund 75 Prozent Schenkungen sind. Dahinter stehen die Schenker: Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirte, Lehrer und Handwerker. Ihre immense Schenkungsbereitschaft zeigt das große bürgerschaftliche Engagement, durch welches die Sammlung eine so üppige Vielfalt erlangen konnte.

Die Ausstellung „beschenkt. geschätzt. bewahrt.“ zeigt ausgewählt aus einer Vielzahl von Objekten kostbare, einzigartige und skurrile Schenkungen aus über 80 Jahren Museumsgeschichte. Neben dem ersten Teil der Präsentation hier im Gewölbekeller, erwarten Sie weitere und besonders fragile Musealien im Kabinett-Ausstellungsraum des Weinmuseums. Anschließend laden wir Sie dazu ein, auf Spurensuche zu gehen und in der Neuenburg selbst die Schenkungen zu entdecken, die unsere Dauerausstellungen seit vielen Jahren bereichern.