Zack! Boom! ComicALARM!

Verwandelt die spannende Geschichte um Ludwig den Springer und die Neuenburg in einen Comic und gewinnt tolle Preise!


Seid Ihr auch im Comic-Fieber? Die dünnen Hefte stecken voller Abenteuer, Spaß – und Kunst! Wusstet Ihr, dass es Bildergeschichten ohne Sprechblasen schon seit vielen tausend Jahren gibt?

Auch im Mittelalter nutzten die Menschen Wandteppiche oder Wandmalereien für das Erzählen von (Bilder-)Geschichten, da kaum jemand lesen konnte. Dabei ging es nicht immer um die Geschichte selbst, manchmal steckten sie voller Symbole oder Botschaften, die oft nur gelehrte Menschen verstehen konnten. War eine Geschichte besonders kunstvoll umgesetzt, wollte der Besitzer damit oft seine Macht und Stellung unterstreichen.

 

Ein tolles Beispiel einer mittelalterlichen Bildergeschichte befindet sich im Schloss Rodenegg in Südtirol. Die Wandmalerei zeigt die ausgedachte Geschichte von Iwein, einem Ritter an der Tafelrunde um König Artus. Die Bilder erzählen von Iweins Abenteuerlust, die ihn soweit treibt, dass er Frau und Königreich verliert! Er muss nun zahlreiche Proben und Gefahren bestehen, um seine Fehler wieder gut zu machen. Auf seinen Reisen begleitet ihn ein Löwe als bester Freund.

 

 

Jetzt seid Ihr dran!

Lest Euch die Sage um Ludwig den Springer und die Anfänge der Neuenburg durch. Einige von Euch kennen sie sicher von unserem Programm in der Kinderkemenate. Gestaltet den Text als Bildergeschichte oder Comic! Die spannendsten Umsetzungen der Sage werden mit tollen Preisen ausgezeichnet und – wenn Ihr einverstanden seid – auf unserer Website und den Social Media Kanälen veröffentlicht.

Dieser Comic erreichte uns z.B. von Georg (11 Jahre alt) aus Leipzig:

Vor über 900 Jahren gehörte das Land um die Neuenburg noch zu Thüringen. Über dieses Gebiet herrschte Graf Ludwig der Springer, Sohn von Ludwig dem Bärtigen und Cæcilie von Sangerhausen. Ludwig erhielt als Thronfolger den Vornamen seines Vater, nicht weil es im Mittelalter wenig Auswahl gab – es war Tradition. Die beiden Ludwigs begründeten somit die thüringische Adelsfamilie, die wir heute die „Ludowinger“ nennen.

Wieso unser Graf Ludwig der Springer genannte wurde? Er hüpfte nicht etwa den ganzen Tag herum – nein, dem Beinamen ging eine teuflische Geschichte voraus.

Ludwig wohnte einst auf der Schauenburg bei Friedrichroda. Eines Tages erhielt er vom Boten eine Einladung zum Fest auf der Burg in Nebra. Unser Ludwig war als edler Ritter und guter Gast gern gesehen, deshalb sagte er zu. Ein paar Tage später war es soweit und wie der Graf das Fest betrat, sah er dort die wunderschöne Adelheid. Ludwig war von ihr so fasziniert, dass er sie zum Tanzen aufforderte. Die beiden tanzten den ganzen Abend und verliebten sich ineinander.

Im Mittelalter musste eine Frau vor allem reich sein, damit ein Mann sie heiratete. Nun empfand Ludwig für Adelheid auch noch wahre Liebe – ein Glückstreffer! Aber es gab da ein Problem: Adelheid hatte schon einen Mann. Sie war verheiratet mit dem sächsischen Pfalzgrafen Friedrich. Was tun? Im Mittelalter konnte man sich nicht so einfach trennen. Ludwig und Adelheid wollten jedoch unbedingt zusammen sein, sodass sie gemeinsam ihren teuflischen, geheimen Plan ausheckten!

Adelheid und ihr erster Ehemann Friedrich wohnten auf der Weißenburg in Zscheiplitz. Es war ein ganz besonderer Tag: Badetag! Friedrich saß dazu fröhlich planschend in seinem Badezuber als auf einmal Jagdgeräusche aus dem Wald durch das Fenster drangen. Eine Jagd hatte der Graf jedoch gar nicht angeordnet. Da war irgendetwas faul! Friedrich sprang aus dem Zuber und schwang sich nur leicht bekleidet auf sein Pferd – also ohne Rüstung, ohne Waffe, ohne Schild. Er ritt so schnell, dass nicht einmal seine Wachen hinterherkamen. Und als der Graf im Wald ankam, hörte er plötzlich gar nichts mehr. War das eine Falle? Noch ehe Friedrich das Weite suchen konnte, sprang Ludwig hinter einem Baum hervor und erstach Friedrich mit einem Sauspieß von hinten!

Angeblich soll eine Magd, die gerade im Wald Pilze sammelte, den Mord beobachtet haben. Sie erzählte die Nachricht weiter bis auch der König davon hörte. Der ließ Ludwig festnehmen und schloss ihn in das höchste Turmverlies der Burg Giebichenstein in Halle ein. Ludwig fand sich mit seiner Gefangennahme nicht ab, denn er war schlau und dachte sich eine List aus, wie er aus dem Verlies entfliehen konnte. Der Graf schauspielerte vor den Wachen in der Rolle des sterbenskranken Gefangenen: Er tat so, als ob er fieberte, ihm schlecht wäre und friere. Daraufhin brachten ihm die Wachen Decken und Mäntel. Sie dachten sich, so genau müssten sie Ludwig nicht mehr beobachten, er war ja anscheinend schon dem Tode nahe und könnte eh nicht mehr fliehen. Die Wachen fingen an, um die Wette zu würfeln und waren so vertieft in ihr Spiel, dass sie gar nicht merkten, wie Ludwig den Mantel überwarf, sich aus dem kleinen Turmfenster zwängte, die Arme ausbreitete und todesmutig herunter sprang!

Unser Ludwig hatte Glück, sein Mantel blies sich auf wie ein Fallschirm und federte den Sturz ab. Er landete in der Saale, dem Fluss, der unterhalb der Burg Giebichenstein fließt. Ein Fischerboot zog den beinahe ertrinkenden Ludwig aus dem Wasser und schaffte ihn an Land. Dieser sagenhafte Sprung gab Ludwig angeblich den Beinamen der SPRINGER.

Graf Ludwig eilte nun zu seiner Adelheid, sie feierten Hochzeit und bekamen sieben Kinder. Nun besaß Ludwig neben der Schauenburg und Land in Thüringen auch noch die Ländereien um die untere Unstrut. Um dieses ganze Land zu sichern, baute im er Westen die Wartburg und im Osten unsere Neuenburg.

Die beiden hatten jetzt eigentlich alles, was sie wollten: ein gutes Leben, eine liebevolle Ehe, und viele Kinder. Adelheid plagte jedoch das furchtbar schlechte Gewissen wegen des Mordes an ihrem ersten Mann Friedrich. Man sagt, Adelheid hat deswegen bis heute nicht ihren Frieden gefunden und spukt zur Geisterstunde, also um Mitternacht, als Weiße Frau durch die Neuenburg!

 

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Schloss Neuenburg
-Kinderkemenate-
Schloss 1, 06632 Freyburg (Unstrut)

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Bei Fragen steht Euch die Kinderkemenate gerne zur Seite.


Einsendeschluss ist der 30. August 2020.